Reiseführer und Reisetipps aus diesem Video
Reanne und Ben besuchen Shipai Village, ein städtisches Dorf in Guangzhou, das oft als Slum bezeichnet wird. Mit ihrem Guide Coco erkunden sie enge Gassen und sogenannte Händeschüttel-Häuser, die dicht nebeneinander stehen. Sie erfahren von Mietern, Vermietern und den Gründen, warum viele Arbeitsmigranten dort wohnen. Ein günstiger Haarschnitt und gemeinsames Essen zeigen ihnen den Alltag im Viertel.
Nächstes Reisevideo:
Mehr zu diesem Video:()

Shipai Village in Guangzhou erkunden
Reanne und Ben betreten Shipai Village mit ihrem lokalen Guide Coco. Das Viertel liegt mitten in Guangzhou und wird im Internet häufig als Slum beschrieben. Vor Ort erleben sie ein komplexeres Bild: ein dichtes Geflecht aus engen Gassen, kleinen Geschäften und Wohnungen. Die sogenannten Händeschüttel-Häuser stehen so nah beieinander, dass Nachbarn sich beinahe aus den Fenstern erreichen könnten. Viele Bewohner arbeiten im Geschäftsviertel und kehren abends zum Schlafen zurück; die zentrale Lage und die vergleichsweise günstige Miete sind für sie wichtig.
Alltag und Nachbarschaft im Viertel
Coco erklärt, dass manche Eigentümer mehrere Gebäude besitzen, obwohl sie sich schlicht kleiden. Das Paar sieht Aushänge für Zimmer und erfährt, wie direkte Kontakte zu Vermietern funktionieren. Beim Spaziergang achten sie auf Fahrräder und tief hängende Schirme. Für ein Essen mit richtigen Tischen gehen sie bis an den Rand des Dorfes. Sie sehen auch, wie die Dragon-Boat-Festival-Tradition im Viertel erinnert wird. Shipai Village in Guangzhou wirkt für Reanne und Ben nicht wie das einseitige Bild aus Online-Kommentaren, sondern wie eine eng bewohnte Gemeinschaft mit eigenem Alltag. Ihre Sicherheitseinschätzungen sind Eindrücke des Besuchs. Obwohl manche Korridore eng und dunkel sind, wirken die Straßen sauber; Kameras stellen für die Besucher einen sichtbaren Teil des Viertels dar. Die meisten Bewohner sind laut Coco Arbeitsmigranten, die für Jobs ins nahe Geschäftsviertel kommen. Die wahren Vermögenden können ganze Häuser besitzen und von den Mieten leben. Sie kleiden sich oft schlicht und tragen große Schlüsselbunde. Coco führt das Paar zu einem Mittagessen mit Schweinefuß und Reis für 49 Yuan. Das Viertel verfügt außerdem über Kliniken, Kindergärten und Poststellen. Ein Vermieter betreibt sogar ein kleines, verstecktes Café, weil ihm danach war. Reanne und Ben dürfen eine Wohnung nicht filmen und nehmen später heimlich Bilder auf: Ein kleines Zimmer im vierten Stock wird von zwei Frauen geteilt und kostet 1.500 Yuan im Monat. Coco erklärt, dass viele Menschen wegen der günstigen Miete und der Nähe zur Arbeit hier wohnen. Shipai Village in Guangzhou erkunden gibt dem Paar einen differenzierten Eindruck vom Alltag im Viertel.
Häufige Fragen (aus Sicht der Reisenden)
- F: Ist es ein armes oder ein reiches Dorf?
- A: Coco erklärt, dass es auch wohlhabende Vermieter gibt, die mehrere Gebäude besitzen und Miete einnehmen. Die Häuser wirken alt und stehen dicht beieinander.
- F: Was sind Händeschüttel-Häuser?
- A: Die Häuser heißen so, weil sie extrem dicht stehen. Nachbarn können sich tatsächlich aus den Fenstern heraus die Hand reichen.
- F: Warum wohnen Menschen unter so engen Bedingungen?
- A: Viele Arbeitsmigranten arbeiten im Geschäftsviertel und kommen hauptsächlich zum Schlafen zurück. Die Zimmer sind günstig, praktisch gelegen und mitten im Zentrum.
- F: Ist es sicher, in diesem Dorf zu wohnen?
- A: Reanne und Ben sehen Kameras und saubere Straßen. Coco sagt, Menschen fühlten sich auch nachts in den dunklen Gassen sicher.


